I. Meldepflicht [A] Drucken

Kapitelübersicht:

1. Allgemeine Meldepflicht
2. Meldebedingungen für Arbeiten auf Baustellen
3. Besondere Regelungen für Drittstaatenangehörige
4. Meldekosten
5. Arbeitnehmerschutzbestimmungen

6. Fristen für grenzübergreifendes Arbeiten
7. Personalgewinnung in Österreich

Österreich ist Mitglied der Europäischen Union. Im Rahmen der EU-Angleichung, formuliert durch die EU-Dienstleistungsrichtlinie, wird die Freizügigkeit in Bezug auf ausländerrechtliche Meldepflichten mehr und mehr gelockert. Gewerberechtliche Belange, wie die Anerkennung von Berufen, sind jedoch noch immer kompliziert gestaltet und befinden sich in einem andauernden Veränderungs- und Angleichungsprozess.

 

Übergreifende Informationen zu diesem Kapitel:

Bauleistungen Schweizer Firmen in Österreich, ein Merkblatt von "Enterprise Switzerland"

Checkliste Bau- und Montageleistungen Österreich, von "Enterprise Switzerland"

 

 

1. ALLGEMEINE MELDEPFLICHT

 

Ausländerrechtliche Meldung

Für Bürger der Europäischen Union, der Schweiz und Liechtensteins bestehen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt theoretisch keinerlei Beschränkungen. Dies trifft jedoch nur auf den ersten Blick zu, denn in der Realität gibt es zahlreiche Ausnahmen. Diese greifen bei längerem Aufenthalt oder bei der Beschäftigung in ausgewählten Branchen.

Bürger aus Deutschland und aus dem Fürstentum Liechtenstein

Dauert Ihr Aufenthalt oder der Ihrer entsandten Mitarbeitern in Österreich länger als 90 Tage, so können Sie eine Anmeldebestätigung beantragen.

Bürger aus der Schweiz

Wenn Sie aus der Schweiz kommen, haben Sie in diesem Rahmen keinerlei Meldepflichten einzuhalten.


Meldung der Entsendung - Dienstleistungsanzeige

Wenn Ihr Unternehmen mit eigenen Arbeitnehmern Leistungen in Österreich erbringt, müssen Sie diese Tätigkeiten spätestens eine Woche vor Arbeitsaufnahme der „Zentralen Koordinationsstelle für die Kontrolle der illegalen Beschäftigung“ melden. Diese Meldung kann formlos erfolgen. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, einen Vordruck anzufordern (Adresse siehe unten).

Hier finden Sie das dafür notwendige Formular:

http://www.bmf.gv.at/Service/Anwend/FormDB/show_det.asp?Typ=SD&STyp=fix&MIdVal=16891


Auf jeden Fall aber müssen in der Meldung folgende Angaben enthalten sein:

  • Name und Anschrift des Arbeitgebers
  • Name des vom Arbeitgeber Beauftragten
  • Name und Anschrift des inländischen Auftraggebers
  • Namen, Geburtsdaten und Sozialversicherungsnummern der nach Österreich entsandten Arbeitnehmer
  • Beginn und voraussichtliche Dauer der Beschäftigung in Österreich
  • Höhe des dem einzelnen Arbeitnehmer gebührenden Entgelts
  • Ort der Beschäftigung mit genauer Adresse

ACHTUNG: Sie sind verpflichtet, spätestens eine Woche vor Arbeitsaufnahme diese Meldung zu tätigen.


Bitte schicken Sie die Meldung per Einschreiben oder als E-Mail mit Empfangsbestätigung an folgende Adresse:

Zentrale Koordinationsstelle für die
Kontrolle illegaler Beschäftigung des BMF
Erdbergstraße 192-196
1030 Wien
Österreich
Tel.: 0043-(0)171117-510441 oder -510555
Fax: 0043-(0)1514335910069
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 

ACHTUNG: Es gelten besondere Vorschriften für Einsätze auf Baustellen und für die Beschäftigten aller damit verbundenen Berufsgruppen (siehe nächstes Kapitel, unten).


Verpflichtung der Bereithaltung von Unterlagen

Wenn Sie Mitarbeiter in Österreich beschäftigen, sind Sie als Unternehmer (aus allen drei Nachbarstaaten) dafür verantwortlich, dass diese während der Ausführung des Auftrags die Abschrift der obigen Meldung mit sich führen. Als Unternehmer oder Weisungsbefugter des Unternehmens müssen Sie außerdem „Dienstzettel“ mit sich tragen. Dies soll es den Kontrollbehörden im Rahmen der oben beschriebenen Meldung zusätzlich erleichtern „Schwarzarbeit“ nachzuweisen. Folgende Angaben müssen die „Dienstzettel“ enthalten:

  • Abschrift der obigen Meldung
  • Name und Anschrift des Arbeitgebers
  • Beginn und Dauer des Arbeitsverhältnisses
  • Dauer der Kündigungsfrist
  • Sozialversicherungsnummer und das Formular A1 (siehe Kapitel IV Unterpunkt Formalien der Entsendung )
  • Gehalt, Urlaub, Arbeitszeitregelung
  • gegebenenfalls anzuwendender Kollektivvertrag (Tarifvertrag)

ACHTUNG: Wenn Sie Informationen zu Kollektivverträgen (einschließlich Mindestlöhnen) benötigen, dann wenden Sie sich bitte an die regional zuständige Wirtschaftskammer: http://portal.wko.at

ACHTUNG: Wenn Sie diese Vorschriften nicht einhalten, d.h. nicht rechtzeitig Meldung erstatten oder die erforderlichen Unterlagen nicht bereithalten, müssen Sie mit erheblichen Strafen rechnen!

Haben Sie noch Fragen?
Bitte benutzen Sie unser Forum...

 

 

2. MELDEBEDINGUNGEN FÜR ARBEITEN AUF BAUSTELLEN

Meldung bei der Zentralen Koordinationsstelle für illegale Ausländerbeschäftigung

Wenn Sie eigene Mitarbeiter auf eine Baustelle nach Österreich mitnehmen oder sie dorthin entsenden, so müssen Sie diese, wie oben bereits erläutert, spätestens eine Woche vor Arbeitsbeginn bei der „Zentralen Koordinationsstelle für die Kontrolle der illegalen Ausländerbeschäftigung“ beim Bundesministerium für Finanzen melden. Diese Meldung wird weitergeleitet an:

  • die zuständige Krankenkasse
  • die Bauarbeiter-, Urlaubs- und Abfertigungskasse
  • das Arbeitsinspektorat

 ACHTUNG: Zwar wird Ihre Meldung an die obigen Stellen weitergeleitet, trotzdem müssen Sie sich persönlich mit der Bauarbeiter-, Urlaubs- und Abfertigungskasse in Verbindung setzen!


Weitere Informationen zu diesem Thema und den Link zum notwendigen Formular finden Sie unter:


http://www.bmf.gv.at/Service/Anwend/FormDB/show_det.asp?Typ=SD&STyp=fix&MIdVal=16891

Sie müssen in diesem Formular Angaben machen über

  • Ihr Unternehmen
  • evtl. Verantwortliche vor Ort
  • den österreichischen Auftraggeber
  • die entsandten Mitarbeiter sowie deren Sozialversicherungsnummern
  • den Beginn und die voraussichtliche Dauer Ihrer Arbeiten
  • den Verdienst der einzelnen Mitarbeiter
  • die Art der Tätigkeit und den Einsatz der Mitarbeiter auf der Baustelle
  • Einsatzorte in Österreich mit genauer Angabe der Adresse


Das ausgefüllte Formular schicken Sie bitte per Einschreiben, Fax oder E-Mail mit Empfangsbestätigung an folgende Adresse:

Zentrale Koordinationsstelle des Bundesministeriums für Finanzen
Erdbergstr. 192 - 196
1030 Wien
Österreich
Tel.: 0043-(0)171117-510441 oder -510555
Fax: 0043-(0)1 51433 / 5910069
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
http://www.bmf.gv.at

 

ACHTUNG: Zwar wird Ihre Meldunan die obigen Stellen weitergeleitet, trotzdem müssen Sie sich persönlich mit der Bauarbeiter-, Urlaubs- und Abfertigungskasse in Verbindung setzen !

 

Meldung beim Arbeitsinspektorat

Im Rahmen der Bauarbeiterschutzverordnung müssen Arbeiten auf Baustellen unter Umständen beim zuständigen Arbeitsinspektorat gemeldet werden. Dies ist notwendig, um die Sicherheit und den Arbeitsschutz auf Baustellen zu gewährleisten und die Unfallgefahr so niedrig wie möglich zu halten, denn im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen sind Beschäftigte im Baubereich einem besonders hohen Unfall- und Gesundheitsrisiko ausgesetzt.

Zu diesem Thema gibt es ein Merkblatt über sicheres Arbeiten am Bau:


http://www.arbeitsinspektion.gv.at/NR/rdonlyres/9ED255EC-B0ED-4F5F-6EA-0A093470927A/0/bau.pdf


Sie müssen Ihre Arbeiten auf der Baustelle dem für Sie zuständigen (regionalen) Arbeitsinspektorat melden, wenn eines der folgenden Kriterien vorliegt:

  • Die Arbeiten dauern länger als fünf Arbeitstage; dann müssen Sie die Aufnahme Ihrer Tätigkeit spätestens eine Woche im Voraus melden. Verantwortlich für die Meldung ist diejenige Firma, die als erstes auf der Baustelle tätig ist. Sind Sie lediglich Subunternehmer, so haben Sie keine Meldepflicht zu erfüllen. Ausnahme: Für bestimmte Arbeiten mit besonderen Gefahren besteht immer eine Meldepflicht! Informieren Sie sich bitte im Voraus!
  • Die Dauer der Arbeiten beträgt mehr als 30 Arbeitstage, mehr als 20 Arbeitnehmer werden gleichzeitig beschäftigt und der Umfang der Bauarbeiten übersteigt 500 Personentage. Dann muss die Vorankündigung der Arbeiten zwei Wochen vor deren Beginn erfolgen.
  • Sie hantieren mit gefährlichen Stoffen (Asbest, anderen krebserregenden, erbgutverändernden oder giftigen Materialien). Dann muss die Meldung 30 Tage vor Beginn der Arbeiten geschehen.
  • Sie beschäftigen Jugendliche (zwei Wochen vor Beginn, nur wenn Sie an aufeinander folgenden Sonntagen beschäftigt werden sollen) oder Schwangere (unverzüglich nach Kenntnis von der Schwangerschaft).


Welche Meldepflichten Sie im Einzelnen für Ihre Tätigkeiten einzuhalten haben, erfahren Sie unter folgendem Link. Hier können Sie sich auch gleich die passenden Formulare oder Vordrucke für die jeweiligen Meldungen ausdrucken:

http://www.arbeitsinspektion.gv.at/AI/Service/Formulare/default.htm

Das für Sie zuständige Arbeitsinspektorat finden Sie hier:

http://www.arbeitsinspektion.gv.at/AI/Arbeitsinspektion/Standorte/default.htm


Meldung bei der Bauarbeiter-, Urlaubs- und Abfertigungskasse

Die primäre Aufgabe der Bauarbeiter-, Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) ist die Verrechnung von Urlaubsentgelten, Abfertigungen, Winter- und Feiertags- sowie Schlechtwetterentschädigungen für Bauarbeiter. Hierbei werden die Beitragszahlungen der Arbeitgeber durch die BUAK organisiert, das einbezahlte Kapital verwaltet und veranlagt sowie im Falle der Inanspruchnahme einer Leistung durch den Arbeitnehmer verrechnet.

Möchten Sie mehr über diese Institution erfahren? Dann informieren Sie sich hier:

http://www.buak.at

Es kann hier keine Definition darüber abgegeben werden, welche Tätigkeiten letztendlich zu „Baustellenarbeiten“ gerechnet werden können. Es gelten unterschiedliche Regelungen in Österreich und Deutschland. So kann es unter Umständen vorkommen, dass Sie als Unternehmer für Mitarbeiter, für die Sie in Deutschland keine Abgaben in die SOKA-BAU abführen müssen, in Österreich beitragspflichtig werden und eine Freistellung, wie unten beschrieben, nicht erreicht werden kann.

ACHTUNG: Bitte informieren Sie sich unbedingt vor Auftragsbeginn über dieses Thema bei der Bauarbeiter-,Urlaubs- und Abfertigungskasse.

 

Entsendung von Bauarbeitern aus Deutschland

Zwischen den beiden für die Angelegenheiten der Bauarbeiter zuständigen österreichischen und deutschen Kassen existiert ein Abkommen. Wenn Sie aus Deutschland Mitarbeiter Ihres Betriebes nach Österreich zu Arbeiten auf eine Baustelle entsenden, dann besteht die Möglichkeit, eine Freistellung zu erwirken, sofern Sie nachweisen können, dass Sie die Beiträge für das Urlaubskassenverfahren an die SOKA-BAU in Deutschland abführen.

Hier finden Sie umfangreiche Informationen zum Freistellungsverfahren sowie die notwendigen Formulare:

http://www.buak.at/servlet/ContentServer?pagename=BUAK/Page/Index&n=BUAK_6.5


Den ausgefüllten Antrag schicken Sie bitte an die:

Bauarbeiter- Urlaubs- und Abfertigungskasse
Kliebergasse 1a
1050 Wien
Österreich
Tel.: 0043-(0)5795795000
Fax: 0043-(0)57957995099
Telefonische Sprechzeiten sind:
Montag-Donnerstag: 07:15 - 16:00 Uhr
Freitag: 07:15 - 13:00 Uhr
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
http://www.buak.at


Entsendung von Bauarbeitern aus dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweiz

Zwischen diesen beiden Staaten und Österreich bestehen keine zwischenstaatlichen Abkommen. Das bedeutet, dass schweizerische und liechtensteinische Unternehmer keinen Freistellungsauftrag stellen können und die entsprechenden Beträge direkt an die BUAK abführen müssen.

 

Haben Sie noch Fragen?
Bitte benutzen Sie unser Forum...

 

3. BESONDERE REGELUNGEN FÜR DRITTSTAATSANGEHÖRIGE


EU-Entsendebestätigung

Wenn Sie Arbeitskräfte aus einem Drittstaat zur Auftragserfüllung nach Österreich entsenden, müssen Sie einen Antrag beim zuständigen regionalen Arbeitsamt/Arbeitsagentur stellen.

Folgende Dokumente müssen Sie Ihrer Anzeige beilegen:

  • Nachweis darüber, dass der Arbeitnehmer seit mindestens einem Jahr in Ihrem Betrieb in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis steht oder Ihnen einen unbefristeten Arbeitsvertrag abgeschlossen hat
  • eine im Entsendestaat gültige Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis
  • Versicherung des Arbeitgebers (evtl. durch Vorlage des Arbeitsvertrages), dass die österreichischen Lohn- und Arbeitsbedingungen und die sozialversicherungspflichtigen Bestimmungen eingehalten werden

Diese Unterlagen reichen Sie bitte bei dem für Ihren Einsatzort zuständigen Arbeitsmarktservice (AMS) ein.

Die Adressen der jeweiligen Geschäftsstellen der AMS finden Sie hier:

http://www.ams.or.at/sfu/sfugs.html

Können Sie für den Arbeitnehmer, den Sie zu entsenden beabsichtigen, diese Nachweise nicht erbringen, so müssen Sie versuchen, eine Entsende- bzw. Beschäftigungsbewilligung einzuholen. Es ist auf jeden Fall ratsam, dass Sie sich in einem solchen Fall im Vorfeld eingehender informieren und direkt Kontakt mit der zuständigen Stelle aufnehmen.

Haben Sie noch Fragen?
Bitte benutzen Sie unser Forum...

 

4. MELDEKOSTEN

Art der
Berechtigung:
Antrags-
gebühr
Ausstellungs-
gebühr
Verwaltungs-
abgabe
Beschäftigungsbewilligung
€ 13,50
€ 6,50
Entsendebewilligung
€ 13,20
€ 6,50
Arbeitserlaubnis€ 43,60 € 6,50
    

  • Beilagen kosten einheitlich 3,60 € je Bogen.
  • Bei antragsmäßiger Vermittlung durch das AMS kann die Antragsgebühr entfallen.
  • Die Berechnung der Gebühren und Abgaben erfolgt gemeinsam mit der Zustellung (Hinausgabe, Übersendung) der abschließenden Erledigung (z.B. Bescheid) Ihrer Eingabe.
  • Die Gebühren können durch Barzahlung an der Kasse der AMS-Geschäftsstelle oder mittels Barerlagsschein (Überweisung) entrichtet werden. Sofern Sie das AMS dazu ermächtigen, können die anfallenden Gebühren und Abgaben auch von Ihrem (inländischen) Bankkonto abgebucht werden. Die Ermächtigung zum Bankeinzug ist den via Internet abrufbaren Anträgen bereits angeschlossen.

Die Adressen der jeweiligen Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservices, bei denen Sie die einzelnen Bewilligungen beantragen können, finden Sie hier:

http://www.ams.or.at/sfu/sfugs.html


Haben Sie noch Fragen?
Bitte benutzen Sie unser Forum...

 

 

5. ARBEITNEHMERSCHUTZBESTIMMUNGEN

 

Bei jeder Entsendung – egal in welcher Branche – müssen die Dienstnehmer nach österreichischen Kollektivverträgen entlohnt werden; es gelten die österreichischen Bestimmungen betreffend Arbeitszeiten und Urlaubsanspruch.

Hier ein kurzer Überblick über die wesentlichen arbeitsrechtlichen Standards, die in Österreich gelten und die Sie unbedingt einhalten sollten:

  1. Urlaubsanspruch: beträgt in Österreich 30 Werktage. Die laufenden Bezüge werden auch im Urlaub weiter gezahlt. Neben Erholungsurlaub gibt es Ansprüche auf Freistellung zur Pflege Angehöriger (erkrankte Kinder etc.). Hier räumen die österreichischen Bestimmungen dem Arbeitnehmer pro Jahr einen Anspruch bis zur Höchstdauer seiner wöchentlichen Arbeitszeit ein.
  2. Arbeitszeit: beträgt acht Stunden am Tag. Pro Woche dürfen maximal 40 Stunden gearbeitet werden. Die Arbeitszeit sollte auf fünf Tage/Woche verteilt werden. Ausnahmeregeln sind genehmigt, wenn es notwendig erscheint; Überstunden werden extra vergütet.
  3. Lohnfortzahlung: Bei Krankheit zu 100 % oder bei längerer Krankheit in Form von Krankengeld aus der Sozialversicherung.
  4. Lohn: Im „Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz“ ist festgeschrieben, wie mit der Festlegung des Lohnes zu verfahren ist. Ein entsandter Arbeitnehmer ist mindestens so zu vergüten, dass ihm das „gesetzliche, durch Verordnung festgelegte oder kollektivvertragliche Entgelt, das am Arbeitsort vergleichbaren Arbeitnehmern von vergleichbaren Arbeitgebern“ bezahlt wird.

ACHTUNG: Wenn Sie Informationen zu Kollektivverträgen (einschließlich Mindestlöhnen) benötigen, dann wenden Sie sich bitte an die regional zuständige Wirtschaftskammer, die Sie unter folgendem Link finden:
https://www.wko.at/Content.Node/iv/index.html

Haben Sie noch Fragen?
Bitte benutzen Sie unser Forum...

 

6. FRISTEN FÜR GRENZÜBERGREIFENDES ARBEITEN


Bei einer Einhaltung der Meldepflichten und der gewerblichen Voraussetzungen sind formal keine Grenzen gesetzt.

 

Haben Sie noch Fragen?
Bitte benutzen Sie unser Forum...

 

7. PERSONALGEWINNUNG IN ÖSTERREICH

 

Wie finde ich als ausländisches Unternehmen Personal in Österreich zur Erfüllung meines Auftrages?

Sie finden zahlreiche Stellenbörsen unter:

http://www.stellenboersen.de/stellenboersen/oesterreich

Stellenbörse speziell für Handwerk und Baubranche:

http://oesterreich.kijiji.at/f-Jobs-Bau-Handwerk-Produktion-W0QQCatIdZ55

Der Arbeitsmarktservice (AMS) in Österreich bietet einen virtuellen Jobroom an. Dort können Sie als Unternehmen nach geeignetem Personal suchen:

http://jobroom.ams.or.at/entry/nn_un_nb.htm

Sie werden zu Beginn darüber informiert, welche Kriterien Sie bei der Beschäftigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Österreich zu erfüllen haben und welche gesetzlichen Rahmenbedingungen dabei einzuhalten sind. Zudem können Sie sich als Unternehmen kostenlos registirieren lassen. Dieser Service beinhaltet, dass Sie per Mail benachrichtigt werden, falls jemand auf Ihre Suche reagieren sollte.

Weitere hilfreiche Informationsquellen zur Personalsuche (auch Printmedien) finden Sie folgender EURES-Publikation auf Seite 11:

"Infos für Grenzgänger" 


Was habe ich bei der Einstellung von österreichischen Mitarbeitern zu beachten?

Wenn Sie Personal mit Wohnsitz in Österreich einstellen, dann gilt dieses als im Inland beschäftigt, es besteht sowohl Sozialversicherungs- als auch Steuerpflicht in Österreich.

Welche Pflichten Sie als Arbeitgeber dann einzuhalten haben, erfahren Sie in dem Merkblatt der Arbeitskammer Tirol über


„Arbeiten in Österreich für einen ausländischen Arbeitgeber ohne Niederlassung in Österreich“

Analog zur dort angegebenen Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) müssen Sie zur Anmeldung der Sozialversicherung die Vorarlberger Gebietskrankenkasse (VGKK) kontaktieren:

Vorarlberger Gebietskrankenkasse (VGKK)
Beitragsabteilung
Peter Pichler
Jahngasse 4
6850 Dornbirn
Österreich
Tel.: 0043-(0)5084551304
Live-Hotline: 0043-(0)5084551900
Fax: 0043-(0)50845581900
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
http://www.vgkk.at

Hier die Kontaktdaten der für Sie zuständigen Finanzämter, die Sie hinsichtlich der abzuführenden Steuer für das von Ihnen eingestellte Personal beraten:

Finanzamt Bregenz (FA97)
Brielgasse 19
6900 Bregenz
Österreich
Tel: 0043-(0)5574692
Fax: 0043-(0)55746925949000

Finanzamt Feldkirch (FA98)
Reichsstraße 154
6800 Feldkirch
Österreich
Tel: 0043-(0)5522300
Fax: 0043-(0)1514335950000

Ausführliche Informationen zum Arbeitsrecht in Österreich finden auf Seite 37 in der EURES-Broschüre

"Infos für Grenzgänger“


Weitere Infos zu Arbeitnehmerschutzbestimmungen finden Sie

hier

Die Wirtschaftskammer Vorarlberg bietet umfangreiche Beratung zu allen Themen der Beschäftigung von Arbeitnehmern in Österreich an. Dort können Sie auch persönlich zu Expertinnen und Experten Kontakt aufnehmen.

Wirtschaftskammer Vorarlberg
Mag. Susanne Busswald
Referatsleiterin Außenwirtschaft
Tel: 0043-(0)5522305250
Fax: 0043-(0)5522305104
E-Mail: E-Mail senden
http://portal.wko.at/wk/kontakt_dst.wk?angid=1&dstid=689


Hier die Kontaktdaten der Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice, an die Sie sich auch als Unternehmen bei Fragen wenden können:


Bregenz

AMS Bregenz
Rheinstraße 33
6901 Bregenz
Österreich
Tel: 0043-(0)55746910
Fax: 0043-(0)5574691-82160
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
http://www.ams.at/vbg/sfa/sfags_bregenz.html
Öffnungszeiten:
Service für Unternehmen:
Mo - Do: 8:00-16:00
Fr:  8:00-12:00

Bludenz

AMS Bludenz
Bahnhofplatz 1b
6700 Bludenz
Österreich
Tel: 0043-(0)555262371
Fax: 0043-(0)555262371-81160
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
http://www.ams.at/vbg/sfa/sfags_bludenz.html
Öffnungszeiten:
Mo - Do: 8:00-16:00
Fr: 8:00-12:00

Dornbirn

AMS Dornbirn
WIFI-Campus, Trakt E,
Bahnhofstraße 24
6850 Dornbirn
Österreich
Tel: 0043-(0)557222771-0
Fax: 0043-(0)557222771-84160
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
http://www.ams.at/vbg/sfa/sfags_dornbirn.html
Öffnungszeiten:
Mo - Do: 8:00 - 16:00
Fr: 8:00 - 12:00

Feldkirch

AMS Feldkirch
Reichsstraße 151
6800 Feldkirch
Österreich
Tel: 0043-(0)552234730
Fax: 0043-(0)55223473-85160
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
http://www.ams.at/vbg/sfa/sfags_feldkirch.html
Öffnungszeiten:
Mo - Do: 8:00 - 16:00
Fr: 8:00 - 12:00

Kleinwalsertal

AMS Kleinwalsertal
Walserstraße 71
6992 Hirschegg
Österreich
Tel: 0043-(0)55175222
Fax: 0043(0)55175222-83160
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
http://www.ams.at/vbg/.../sfags_kleinwalsertal.html
Öffnungszeiten:
Mo - Do 08:00 - 16:00
Fr: 08:00 - 12:00

Haben Sie noch Fragen?
Bitte benutzen Sie unser Forum...

Aktualisiert ( Donnerstag, 19. Dezember 2013 um 10:50 )
 
 
 
© 2014 Info-Center EURES Bodensee
Joomla! is Free Software released under the GNU General Public License.